Freiläufer

Kraft der Beine und des Bogens

Selten dämliche Unterfangen und geniale Einfälle

Eine schimmernde, schwebende Steinhand tritt in Erscheinung und die Chimäre zieht sich erschauernd in die Schatten zurück. Die Steinhand ist rund 4 m hoch und gleicht einer menschlichen Hand. Moreira sowie Curunir versuchen mit der Hand zu kommunizieren, aber weder Curunirs Verhandlungsgeschick noch Moreiras Bewandtnis in Terral scheinen eine Reaktion auszulösen. Stattdessen umschliesst sie den näher getretenen Curunir und wirft ihn mit Schmackes gegen eine Felswand wie ein trotziges Menschenkind sein Spielzeug wegwirft: ohne jegliche Vorsicht.

Indessen haben Siebo, Moreira und Maeve die Steinplatte weiter zum Höhlenausgang geschoben. Curunir rappelt sich auf und hilft den anderen beim Schieben, wobei er einen weiten Bogen um die Hand vorschlägt.

Währenddessen springt Trrk mit einem Seil in der Kralle in einem heroischen Anfall auf die Steinhand, um sie letztlich zu verfehlen und mit einem Platscher in den See zu fallen. Da die Hand nur leicht über dem Wasser schwebt, kann er sich jedoch von unten mit seinen Krallen an sie klammern, dabei nimmt er das Seil in den Mund. Rorlund packt das andere Seilende, bindet es sich um die Hüfte und nimmt ein von Varak dargebotenes Seil. Die Hand schwebt mit Trrk als Last scheinbar mühelos weiter in Richtung Steinplatte. Trkk bindet das Seil um die Finger der Hand, was Rorlund als Anstoss nimmt, mit einem eleganten Sprung die Hand zu erreichen – das Schicksal ist jedoch ebenfalls ein Sprung ins kühle Nass. Varak springt ins Wasser – mit voller Absicht – um das Seil, das um Rorlunds Hüfte befestigt ist, an der Hand anzumachen und sie somit zu fesseln. Trrk, der unterdessen abgesprungen ist, macht Bekanntschaft mit dem Zeigefinger der Hand, als sie ihn mit Wucht davon spickt. Rorlund geht unter und muss von Varak ans Ufer gezerrt werden. Dieser kann sich kurz darauf fassen und das andere Seil, das sich unabsichtlich – wenn auch im Nachhinein von Absicht die Rede ist – um eine Felssäule geschlungen hatte, an der Säule zu fixieren und damit die Hand von weiteren Bewegungen abzuhalten.

In all diesem Trubel konnten die anderen wertvolle Meter wettmachen und die Platte durch den Gang zum Ausgang stossen.

Die Hand befindet sich im Gang, kann sich jedoch nicht von dem Seil befreien. Sie ballt sich, nachdem die Platte die Höhle verlassen hat, zur Faust. Varak und Rorlund befinden sich hinter der Hand und versuchen sie zu überspringen. Rorlund knallt grandios gegen die Knöchel der Hand und rutscht atemringend den Handrücken runter. Varak hat keine Probleme über die immobile Hand zu springen und landet bravourös. Rorlund gelingt es mit leicht pfeifendem Atem im zweiten Durchgang ebenfalls.

Curunir, Maeve und Moreira schieben die Hand über die Brücke. Ein mysteriöses Summen ertönt und nach kurzer Verzögerung taucht die Hand hinter der Platte auf. Der Schreck ist immens, aber Moreira will sich mit Heldenmut um die Ablenkung der Hand kümmern und wirft eine Bombe, jedoch regeneriert sich die beschädigte Stelle nach kurzer Zeit. Nach dieser nutzlosen Aktion kommt Maeve die Idee, Curunir zu verzaubern, um die Hand auf ihn zu lenken statt auf die Platte. Zur Überraschung aller bewegt sich die Hand tatsächlich auf Curunir zu. Dummerweise bemerkt Curunir nicht, dass auf der Flugbahn Moreira im Weg steht. Diese wird von der Hand ohne grosses Aufheben gegen einen Baum geschlagen, woraufhin sie das Bewusstsein verliert.
Varak und Rorlund schliessen zur Gruppe auf.

Trrk, der schon zuvor die Gruppe erreichte, bindet seine rostige Rüstung sowie einen Kochtopf an die Hand, um sie zu verlangsamen. Die Auswirkungen halten sich in Grenzen. Rorlund fällt ein, dass er im Dorf einen knöchernen Kampfstab erhalten hatte und schlägt damit gegen die Hand. Daraufhin verlängert sich der Stab und offenbart sich als Langbogen. Er schiesst mit einem Pfeil auf die Hand, wobei er die Stimme einer alten Frau hört, die ihm zuraunt, dass sie helfen wolle. Der Pfeil scheint bleibenden Schaden angerichtet zu haben. Curunir läuft zwischen den Bäumen im Zickzack, damit sich das an der Hand angebrachte Seil verheddert. Das andere Ende ist an einem Baum befestigt und sollte so der Hand die Bewegung verunmöglichen. Währenddessen beschiesst Rorlund die Hand weiterhin mit Pfeilen, die die Hand sukzessive verlangsamen bis zum Beinahestillstand.

Die Gruppe um die Platte bewegt sich weiter vor, muss jedoch abrupt anhalten als über ihren Köpfen die Chimäre fliegt und im Wald vor ihnen landet. Erwartungsvoll bereiten sie sich auf einen Überfall vor, jedoch geschieht nichts dergleichen. Nach einer Wartezeit schieben sie weiter bis zu einem Überhang, den Maeve entdeckt. Sie müssen nach dieser Plackerei rasten. Alle finden den Überhang und Wachen für die Nacht werden eingeteilt. Überraschenderweise verläuft die Nachtruhe ereignislos. Im Morgengrauen untersuchen Maeve und Moreira die Knochenwaffe und können feststellen, dass ein Wechsel zwischen Stab und Bogen möglich ist. Die Platte summt erneut und die Hand erscheint. Maeve versucht die Hand abermals zu verzaubern, dies schlägt aber fehl. Rorlund beschiesst die Hand mit Pfeilen. Alle ausser Maeve entschliessen sich, einen totalen Angriff auf die Hand auszuführen, müssen jedoch rasch feststellen, dass jeglicher Schaden, abgesehen von Rorlunds Bogen, wieder regeneriert wird und der Hand somit nicht beizukommen ist.

Ein Teil nimmt die Beine in die Hände und stösst die Platte mit aller Kraft. Rorlund benutzt unentwegt den Bogen zur Verlangsamung der Hand.Diese teleportiert sich in regelmässigen Abständen.

Gegen Abend erreichen sie endlich den Dorfrand und gelangen zum Platz mit den diversen anderen Steinplatten. Die Hand folgt ihnen bis zum Rand des Platzes, stellt sich gerade auf und verschwindet. Der Älteste taucht auf und trötet in ein Horn. Der Stein wird auf dem Platz drapiert und die Gruppe stellt sich darauf. Der Älteste vollführt ein Ritual und lädt am Ende zu einem Gelage ein. Curunir trifft auf Agamemnon, der ihm gratuliert und drei Ohrringe sowie einen Samtbeutel überreicht. Die Ohrringe können zur Kommunikation über kurze Distanzen genutzt werden und der Samtbeutel stellt das Symbol der Freiläufer dar. Die Abenteurergruppe ist nun Mitglied der Freiläufer!

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Samus

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