Chronik

Der Splitterkrieg

Die ältesten Dokumente berichten von einer Zeit, in welcher Glodura das Zentrum eines mehrere Kontinente umspannenden Reiches war, welches an Handwerkskunst, sowohl magisch als auch mundan, und akademischen Stand nicht zu übertreffen war.
Das Reich, gemeinhin schlicht die erste Regentschaft genannt, beherbergte alle Rassen und auch die Götter wandelten unter den Sterblichen.
Das Ende dieses Zeitalters kann auf das Verschwinden des Gottes Kaminsod zurückgeführt werden. Ein elfischer Magier begann darauf zu behaupten, dass er Kaminsod getötet habe. Auch wenn diese Behauptung nie bewiesen wurde, so führte sie doch zu einer Spaltung der Götter: Eine Fraktion, welche die Sterblichen als Gefahr sah und ihre Auslöschung verlangte, sowie eine welche für den Fortbestand des Status quo einstand.

Es folgten Jahrzehnte des Krieges und ein grosser Teil der Zivilisation wurde zerstört. Durch die mächtigen Zauber, die Verwendung fanden, wurden die Grenzen zwischen den Ebenen strapaziert. Dies ermöglichte den Anhängern von Tiamat ein Ritual, welches im Herzen Gloduras ein Loch zwischen die Ebenen riss und eine direkte Verbindung zwischen der materiellen Ebene und den Neun Höllen herstellte.

Die Anhänger der Tiamat konnten von denen ihres Gegenspielers Bahamut zurückgedrängt werden, jedoch wurden sie kurz darauf von den Herren der Neun Höllen unterstützt. Bahamut schmiedete aus allen Verbleibenden eine Allianz, um die Teufel und Dämonen an der Ausbreitung zu hindern. Schwer verletzt musste er sich jedoch letztlich zurückziehen. Mit seinem Rückzug schlossen die Götter einen Pakt: Sie würden ihre Intervention auf der materiellen Ebene minimieren, dafür würden die Fürsten der Höllen ihre Invasion stoppen.
Einige Jahrhunderte herrschte danach Frieden, in einer Zeit welche als das Zeitalter vor dem Ersten Sturm bezeichnet wird. Während dieser Zeit wurden die Schildinseln aus der Feenwildnis in die materielle Ebene geholt, um den Reichen der Sterblichen einen kleinen Schutz vor der klaffenden Wunde zwischen den Ebenen zu geben.

Die Dämonenstürme

Die Herren der Höllen entdeckten schlussendlich ein Schlupfloch in der von Ihnen unterzeichneten Vereinbarung. Dies ermöglichte Ihnen zwar keine persönliche Beteiligung an Invasionen, bot aber doch einen Ansatz um die materielle Ebene einzunehmen.
So sandten sie ihre Armeen aus und nahmen grosse Teile der Schildinseln, sowie Phisos, Djarkarth und Siobor ein. Die Elfen setzten die geballte Macht ihrer Armeen unter der Führung von Baindeith zur Schau. Durch seine ausgeklügelte Strategie gelang es den Elfen, Djarkarth und Siobor sowie grosse Teile der Schildinseln zurückzuerobern. Dies wird als der Erste Dämonensturm bezeichnet.

Nach 458 Jahren starteten die Dämonen wiederum einen Angriff auf Djarkarth, jedoch wurden sie von den Zwergen schnell geschlagen und mit einer Allianz zwischen allen Rassen bis nach Glodura zurückgedrängt. Dies wird als der Zweite Dämonensturm bezeichnet.

Der dritte Dämonensturm war ein weiterer Invasionsversuch der Dämonen, welcher auf die Schildinseln konzentriert war. Saoir wurde zu jener Zeit ein von Dämonen besetztes Gebiet und der Norden von Siobor wurde ebenfalls eingenommen. Eine Allianz zwischen den Menschen, Zwergen, Gnomen und Halblingen führte wiederum zu einem Zurückdrängen der Horde, jedoch wurden die weitläufigen Tunnelsysteme unter Saoir nie komplett von den Unwesen befreit. Zwischen dem Zweiten und Dritten Dämonensturm liegen 845 Jahre.

Der Vierte Sturm war 612 Jahre nach dem Dritten und galt Phisos. Der von Menschen bewohnte Kontinent widerstand dem Angriff in einer grossen Schlacht am nördlichen Rand des Angaren Gebirges. Mit dem Wendepunkt des Sturms begann der Siegeszug der Menschen unter den Generälen, welche später als die Trinität von Enera bekannt wurden. Der Vierte Dämonensturm gilt als beendet mit der Eroberung der Festung Vilariet, welche heute von den Angarveli bemannt wird.

Zeitmessung

Aufgrund der grossen Einschnitte in das Leben der Bevölkerung wird die Zeit in Relation zum letzten Dämonensturm angegeben. Hierbei verwenden einzig die Hochelfen ein anderes Kalendersystem: Sie datieren auf den Ersten Sturm zurück.
Das aktuelle Jahr ist das Jahr 483 nach dem Vierten Sturm oder einfach nach Sturm (n. S.).

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