Schlacht im Kahlschiefertal

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Vorgeschichte

Der Einmarsch menschlicher Truppen sowie die Errichtung einer Festung im Vorgebirge von Zarkhaal im Frühjahr 423 n.S. wurde von den Troglodyten als eine nie dagewesene Bedrohung wahrgenommen.
Um dieser Herr zu werden, bereiste der Häuptling einer der grössten Stämme des Gebirges, der noch junge Obad-Hai Kleriker Trrk (nicht zu verwechseln mit seinem nach ihm benannten Enkel) , später genannt “Der Zerschmetterer” im Verlaufe eines halben Jahres beinahe das komplette Zarkhaalgebirge.
Auf dieser Reise schmiedete er eine Allianz fast aller Stämme und stellte ein über 4000 Mann starkes Heer auf um die Menschen aus Zarkhaal zu vertreiben.
Wie bei seinem Stamm Tradition hatte Trrk als junger Erwachsener einige Jahre ausserhalb des Gebirges auf Reisen verbracht und kannte deshalb seinen Gegner gut. Ihm war bewusst, dass aufgrund der besseren Ausrüstung und Ausbildung der menschlichen Truppen sowie der grossen Bevölkerung in den Ländern der Menschen ein offener Krieg kaum zu gewinnen war. Allerdings wusste er auch, dass die Menschen den Troglodyten nicht zutrauten, eine schlagkräftige Armee aufzubauen.
Daher fasste er den Plan, die Menschen mithilfe eines Überraschungsangriff beim ersten Erscheinen seines Heers vernichtend zu schlagen.

Verlauf

Die Armee Adalberts lagerte vor der Schlacht etwa 20 Kilometer nördlich von Fort Halstenberg, um sich näher am Herzogtum Loheim im Winter besser versorgen zu können. Um sie hervorzulocken, griff der Troglodytenhäuptling Nrazgah ak Laogzed mit etwa 600 Kriegern Fort Halstenberg an und belagerte dieses, wobei er durch Beschuss Verluste erlitt.

Der Plan der Troglodyten sah vor ihren Vorteil durch die Kenntnisse der Höhlen sowie ihrer Dunkelsicht auszunutzen um die menschliche Armee, wenn möglich nachts, zu überfallen. Als Ort dafür wählten sie das Kahlschiefertal aus, in dessen zerklüfteten Hängen sich zahlreiche, von aussen kaum einsehbare Höhleneingänge befinden, die vorher von troglodytischen Militärpionieren (normale Troglodyten – Trrk gefiel der Begriff) erweitert wurden.
Als die menschliche Armee am Abend eines harten Marschtages unerwartet früh im Kahlschiefertal eintraf, gelang es ihnen auch aufgrund der zunehmend eintretenden Dämmerung nicht die in den Felsspalten und Höhlen perfekt getarnten, lauernden Troglodyten zu entdecken.
Trrk liess die menschliche Armee komplett in den Hinterhalt einmarschieren ehe er seinen Truppen mit magisch verstärkter Stimme den Befehl zum Angriff gab. Nach zwei Wurfspeersalven stürmten die Troglodyten die Hänge hinab und griffen die erschöpften und völlig überraschten Menschen mit voller Härte an. Diese waren auf einen Marsch eingerichtet und trugen ihre Rüstungen und den Grossteil ihrer Waffen nicht. Als fatal erwies sich ausserdem, dass der Gestank und das Gebrüll tausender wütend anstürmender Troglodyten die Pferde der Menschen in Panik versetzten. Sie warfen ihre Reiter ab und versuchten panisch zu fliehen, wobei sie zusätzlich viele Soldaten verletzten oder töteten.
Adalbert selbst wurde vermutlich direkt zu Beginn der Schlacht von einem Wurfspeer getroffen und anschliessend von seinem eigenen Pferd zertrampelt. Menschliche Kampfmagier teleportierten sich teilweise davon, anstatt ihren Kameraden zu helfen.
Führerlos und schlecht bewaffnet leisteten die eingeschlossenen Menschen erbitterten Widerstand, wurden allerdings beinahe vollständig niedergemacht. Lediglich einem Teil der Truppen am Ende des Zuges gelang es, unterstützt von fünf Magiern, von denen zwei starben, aus dem Hinterhalt zu entkommen.
Der Grossteil der troglodytischen Verluste an diesem Tag entfiel auf erbitterte Rückzugsgefechte mit der menschlichen Nachhut unter dem Ritter Haldar von Glistbach, die weit genug zurückmarschiert war, um nicht in den Hinterhalt zu geraten. Gegen die nun wild und unkoordiniert verfolgenden Troglodyten stellte sie nun doch noch ihre überlegene Kampfkraft unter Beweis und konnte die Überlebenden sowie einige Verwundete sicher zurück nach Loheim geleiten.

Folgen

Nach der Schlacht drehten die Troglodyten nach Süden um und zerstörten Fort Halstenberg bis auf die Grundmauern. Menschliche Minen im Gebirge wurden nach und teilweise sogar schon während der Schlacht von abgelösten Trupps von Trrks Armee überfallen und zerstört, bis zu 600 Minenarbeiter und weitere 400 Soldaten wurden dabei getötet oder gerieten in Gefangenschaft, aus der sie nie zurückkehrten.
Die Nachricht von der Niederlage und den Plünderungen löste in Dörfern in der Nähe des Gebirges teilweise eine Massenflucht aus, da das Gerücht einer bevorstehenden Invasion umging. Diese blieb allerdings aus.
Die vernichtende Niederlage bedeutete das totale Ende aller menschlichen Siedlungsbemühungen in Zarkhaal bis heute und führte zu einem massiven Machtverlust des Herzogtums Loheim.
Eine weitere interessante Folge ist die grosse Menge an Waffen, Rüstungen und Werkzeugen die während der Schlacht, in Fort Halstenberg und in den Minen erbeutet wurden. Insbesondere die schweren Rüstungen der menschlichen Ritter werden von den eisenliebenden Troglodyten bis heute in grossen Ehren gehalten, aber auch gestohlene Waffen findet man häufig in den Händen von Troglodyten aus Zarkhaal.
Trrk selbst liess sich die prachtvoll emaillierte Rüstung von Adalbert von einem gefangenen Schmied anpassen. Sie gilt bis heute als Hoheitszeichen seines Stammes und wird momentan von seinem Sohn Toruk getragen.

Schlacht im Kahlschiefertal

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